Pressemitteilung vom: 26.08.2010
 

 

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Grüne gegen die derzeitige Ausbauplanung B 26 Dieburg – Babenhausen

Der Kreisverband Bündnis90/Die Grünen Darmstadt-Dieburg hatte zu einer
Kreismitgliederversammlung nach Münster eingeladen. Einziger
Tagesordnungspunkt war der geplante Ausbau der B26 zwischen Dieburg und
Babenhausen.

Gerhard Bönifer-Dörr, Vorsitzender der Grünen in Münster, erläuterte die vom Amt
für Straßen- und Verkehrswesen Darmstadt vorgelegte Planung. Nach einer
sachlichen Diskussion waren sich die anwesenden Mitglieder, Bürger und
Bürgerinnen sowie die Vertreter der BI Ober-Ramstadt und der ONO (Ohne Nord-
Ost-Umgehung) aus Darmstadt einig: Die vorliegende Planung ist eine total
überdimensionierte Rennstrecke mit umständlichen Anbindungen der Ortsteile von
Münster und Babenhausen und einem nicht akzeptablen Landschaftsverbrauch.

Vertreter der BI Ober-Ramstadt äußerten die Befürchtung, dass der geplante B26-
Ausbau und der befürchtete Ausbau der K 129 als Verbindung zur B 38/B 426 nur
dem Ziel dienen sollen, einen Autobahn ähnlichen, für den Transitverkehr zwischen
A5 und A3 attraktiven Lückenschluss zu gestalten. Teilweise vierspurig und auf
sechs Meter hohen Dämmen zerstört der geplante Ausbau die Landschaft und
beeinträchtigt das Ortsbild angrenzender Gemeinden.

Daniela Wagner (MdB) ist Mitglied im Verkehrsausschuss und hat die Finanzierung
für diese Ausbaupläne recherchiert. Außer der Ortsumgehung Babenhausen sind die
weiteren Maßnahmen nicht mit Geld ausgestattet. Allerdings ist das keine
Entwarnung, da andere Maßnahmen sich verzögern könnten und kurzfristig doch
Mittel bereit stehen. Steht den Plänen allerdings die geballte Ablehnung von Bürgern
und Kommunalparlamenten gegenüber, steigen die Chancen, den Ausbau zu
verhindern.

Christel Fleischmann, Beigeordneter des Landkreises Darmstadt-Dieburg und
Vorstandsmitglied des Grünen Kreisverbandes: „Wir lehnen den Ausbau in dieser
Form ab. In unserem Wahlprogramm werden wir Alternativen aufzeigen, wie Verkehr
sinnvoll und flüssig gelenkt und durch den Bau von leistungsfähigen
Kreisverkehrsplätzen ökologisch vertretbar verstetigt werden kann.“