|
|
Grüne gegen die
derzeitige Ausbauplanung B 26 Dieburg – Babenhausen
Der Kreisverband Bündnis90/Die Grünen Darmstadt-Dieburg
hatte zu einer Kreismitgliederversammlung nach Münster
eingeladen. Einziger Tagesordnungspunkt war der geplante
Ausbau der B26 zwischen Dieburg und Babenhausen.
Gerhard Bönifer-Dörr, Vorsitzender der Grünen in Münster,
erläuterte die vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen
Darmstadt vorgelegte Planung. Nach einer sachlichen
Diskussion waren sich die anwesenden Mitglieder, Bürger und
Bürgerinnen sowie die Vertreter der BI Ober-Ramstadt und der
ONO (Ohne Nord- Ost-Umgehung) aus Darmstadt einig: Die
vorliegende Planung ist eine total überdimensionierte
Rennstrecke mit umständlichen Anbindungen der Ortsteile von
Münster und Babenhausen und einem nicht akzeptablen
Landschaftsverbrauch.
Vertreter der BI Ober-Ramstadt
äußerten die Befürchtung, dass der geplante B26- Ausbau und
der befürchtete Ausbau der K 129 als Verbindung zur B 38/B 426
nur dem Ziel dienen sollen, einen Autobahn ähnlichen, für
den Transitverkehr zwischen A5 und A3 attraktiven
Lückenschluss zu gestalten. Teilweise vierspurig und auf
sechs Meter hohen Dämmen zerstört der geplante Ausbau die
Landschaft und beeinträchtigt das Ortsbild angrenzender
Gemeinden.
Daniela Wagner (MdB) ist Mitglied im
Verkehrsausschuss und hat die Finanzierung für diese
Ausbaupläne recherchiert. Außer der Ortsumgehung Babenhausen
sind die weiteren Maßnahmen nicht mit Geld ausgestattet.
Allerdings ist das keine Entwarnung, da andere Maßnahmen
sich verzögern könnten und kurzfristig doch Mittel bereit
stehen. Steht den Plänen allerdings die geballte Ablehnung von
Bürgern und Kommunalparlamenten gegenüber, steigen die
Chancen, den Ausbau zu verhindern.
Christel
Fleischmann, Beigeordneter des Landkreises Darmstadt-Dieburg
und Vorstandsmitglied des Grünen Kreisverbandes: „Wir
lehnen den Ausbau in dieser Form ab. In unserem
Wahlprogramm werden wir Alternativen aufzeigen, wie Verkehr
sinnvoll und flüssig gelenkt und durch den Bau von
leistungsfähigen Kreisverkehrsplätzen ökologisch vertretbar
verstetigt werden kann.“
|